Wild entschlossen über die Wild Line

Wild wird es in Bezug auf die neue Hängebrücke in Bad Wildbad. Die Brücke trägt nicht ohne Grund den Namen Wild Line.

Es steht außer Frage, dass Fußgänger-Hängebrücken im Moment angesagt sind und europaweit aus dem Boden schießen. Ein Player der ersten Stunde ist die Firma Eberhardt aus Hohentengen, Spezialist für Bewehrungsbau und für Bauwerke, die einen besonderen Charme haben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es Günter Eberhardt und sein Team nach Bad Wildbad hingezogen hat, um dort eine neuartige Hängebrückenkonstruktion umzusetzen.

Brücke bietet neue Blickwinkel

„Die Brücke wird absolut einmalig in der Art der Ausführung sein und schon allein deshalb ein spannendes Erlebnis für Besucher bieten: Die Wild Line

wird nach oben verspannt werden und so liegt der höchste Punkt der Brücke in etwa 60 Metern Höhe über dem Grund in der Brückenmitte. Die Besucher blicken also beim Eintritt auf einen leichten Anstieg der filigranen Konstruktion und sehen daher das Ende der Brücke noch nicht. Das macht die Begehung so interessant“, beschreibt Roland Haag, Projektleiter des derzeit noch im Bau befindlichen Projekts.
Eine weitere Besonderheit wird die Aufhängung sein, die durch zwei Stahlseile realisiert wird. Der Brückenverlauf beginnt im Bereich Auchhalder Kopfweg und führt zum Herrmannsweg im Bereich Gleitschirmflieger-Schutzhütte. Der Clou dabei: Die Brücke wird sich ganzheitlich in das Ensemble von Naturparadies mit Baumwipfelpfad und Sommerbergbahn integrieren.
„In Bad Wildbad geschieht derzeit sehr viel, was das Tourismuskonzept und die Vermarktung angeht. Wir haben daher von Beginn der ersten Gespräche an darauf geachtet, dass sich die Brücke optimal in das Gesamtkonzept integrieren wird. So gibt es zum Beispiel einen Märchenpfad im Bereich zwischen Baumwipfelpfad und Wild Line, ausgerichtet nach dem Märchen „Das eiserne Herz“. Im Verlauf der Geschichte kommt es zu einer Entscheidung zwischen dem sicheren Weg und dem Weg der Mutigen. Letzterer wird über die Wild Line führen, wobei sich alle Besucher, also diejenigen, die den sicheren Weg gehen sowie die Wild-Line-Bezwinger am anderen Ende wieder treffen können. Beide Wege werden am gleichen Punkt enden“, sagt Stefan Walliser, Marketing-Verantwortlicher für die Eberhardt-Gruppe.
„Für mich bedeutet der Bau von Hängebrücken mehr als nur das Bauwerk, das man physikalisch sieht. Eine Hängebrücke steht für mich für Vertrauen und Mut – in das Bauwerk und in diejenigen, die es gemeinsam realisieren. Brücken verbinden voneinander getrennte Punkte, und die Menschen gehen zusammen darüber oder aufeinander zu. Die Wild Line hat den besonderen Charme, dass man jeweils das andere Ende der Brücke noch nicht sehen kann und auf der Brücke dann gemeinsam neue Blickwinkel und Eindrücke über die wunderschöne Natur und Ortschaft in Bad Wildbad hat“, schwärmt Investor Günter Eberhardt.

Brücke soll im Mai hängen

Die Wild Line wird ein weiterer Besuchermagnet werden und soll alle Bereiche, Tourismus, Gastronomie, Hotellerie und Handel, gleichermaßen fördern, so der Plan von Roland Haag und Bürgermeister Mack. Die Eröffnung ist für Pfingsten 2018 geplant, und die Beteiligten arbeiten mit Nachdruck daran.